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30. April: Demo „Die Krise an der Wurzel packen! Solidarisch gegen Staat und Kapital!“

Am 30. April 2021 werden wir gemeinsam auf die Straße gehen: Unter dem Motto „Die Krise an der Wurzel packen! Solidarisch gegen Staat und Kapital!“ startet um 18 Uhr eine antifaschistische und antikapitalistische Demonstration an der Stadtbücherei Heidelberg. Und wie immer gilt: Aufstand mit Abstand – bringt Mund-Nase-Schutz mit.

https://aihd.noblogs.org/files/2021/04/Krise_an_der_Wurzel_packen.jpg

Im Folgenden findet ihr den Aufruf:

Die Krise an der Wurzel packen – solidarisch gegen Staat und Kapital!

Deutschland im Frühjahr 2021: Daimler zahlt eine 1,4 Miliarden Euro schwere Gewinnausschüttung an seine Aktionär*innen. Dieser Gewinn beruht zu wesentlichen Teilen auf Kurzarbeit und staatlichen Corona-Hilfs-Geldern. Die Kurzarbeiter*innen, die diese Gewinne erwirtschaftet haben, sehen selbstverständlich nichts davon. Während bei Aktionär*innen der Schampus fließt, müssen diejenigen, die den Schampus erarbeitet haben, überlegen, wie sie mit den verknappten Löhnen über die Runden kommen, und bemüht sein, vor Beginn der Ausgangssperre wieder in ihren engen Stadtwohnungen zu sitzen. Wenn der Staat sich dann seine Investitionen in die Krisenkonjunktur zurückholen will, werden vermutlich wieder nicht die Krisengewinner*innen zur Kasse gebeten, sondern diejenigen, die schon jetzt unter der Last der Krise leiden.

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Weg mit §218 – 150 Jahre Fremdbestimmung sind genug!

Kundgebung am 15.05.21 – 18:00 – 19:30, Universitätsplatz Heidelberg

Flyer zur Kundgebung

§218 wird 150 Jahre alt. Das heißt, dass seit dem 15.05.1871 Schwangerschaftsabbrüche als Tötungsdelikte klassifiziert werden. Und das heißt auch, dass Frauen, die über ihre reproduktiven Rechte und ihren Körper selbst bestimmen wollen, bereits seit 150 Jahren kriminalisiert werden.

Deshalb wollen euch einladen mit uns auf die Strasse zu gehen, um dem ein Ende zu setzen. Wir kämpfen für die Abschaffung des §218 und eine uneingeschränkte Selbstbestimmung aller Frauen und werden nicht ruhen, solange uns unsere reproduktiven Rechte nicht endlich zugestanden werden.

Es wird verschiedene Rede- und musikalische Beiträge geben. Falls ihr Lust habt, die Kundgebung mit einem Redebeitrag, Auftritt oder Infostand zu bereichern, meldet euch gerne bei uns unter feministisches_buendnis_hd (at) riseup (dot) net.

Mehr Informationen zur Veranstaltung unter https://www.facebook.com/events/998433954025785/

Vortrag „Arbeiterinnen, kämpft mit in der Roten Hilfe!‘ – Frauen in der RHD“ am 19.04.

Am 19. April veranstalten wir gemeinsam mit der Roten Hilfe Heidelberg/Mannheim, der Antifaschistischen Initiative Heidelberg und dem Hans-Litten-Archiv den Online-Vortrag „‚Arbeiterinnen, kämpft mit in der Roten Hilfe!‘ – Frauen in der Roten Hilfe Deutschlands“. Die Referentin Silke Makowski vom Hans-Litten-Archiv wird in dem Vortrag zu den Roten Helferinnen in der Weimarer Republik und im antifaschistischen Widerstand ab 1933 sprechen.

Wann: 19.04. um 19.30Uhr Wo: https://rote-hilfe.collocall.de/b/dem-gjj-l6q-egi

Die Rote Hilfe Deutschlands (RHD) war in der Weimarer Republik eine in der gesamten ArbeiterInnenbewegung beliebte Solidaritätsorganisation, die zuletzt über eine Million Mitglieder umfasste. Auch nach dem Verbot durch die Nazis im März 1933 setzten die Widerstandsgruppen der RHD ihre vielfältigen Aktivitäten fort, informierten über den NS-Terror und unterstützten die Familien der politischen Gefangenen.

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Gespräch mit der Aktivistin und Aussteigerin Sophie

Wann: Samstag, den 03.04.2021 um 19 Uhr hier im Youtube Live-Stream

Die Krise steckt im System – Prostitution

Gespräch mit der Aktivistin und Aussteigerin Sophie

Frauen in der Prostitution leben und arbeiten meist in sehr prekären Verhältnissen.

Sie sind ständig Armut, Ausbeutung und sexueller Gewalt ausgesetzt und dabei häufig zusätzlich von rassistischer Diskriminierung betroffen. Die Corona-Krise hat diese Situation weiter verschlimmert und den eklatanten Mangel an Ausstiegsmöglichkeiten und staatlichen Hilfen für Frauen in der Prostitution verdeutlicht.

Gemeinsam mit der Aktivistin und Aussteigerin Sophie vom Netzwerk „Ella e.V.“ wollen wir über das Versagen staatlicher Regulierung reden und dabei insgesamt das System Prostitution als gesellschaftliche Institution hinterfragen.

Hierzu diskutieren wir unter anderem das „Nordische Modell“ und in wie weit es Frauen in der Prostitution mehr Sicherheit und Unterstützung bieten kann. Anstelle der Kriminalisierung von Frauen, werden hier Freier und Zuhälter vom Sexkauf abgehalten.

Im Anschluss habt ihr dann die Möglichkeit, eure eigenen Fragen zu stellen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

Vortrag zum Nordischen Modell von Hanna Vatter

Save the Date: Samstag, 27.03.2021 um 18Uhr unter folgendem Link: https://bbb.stura.uni-heidelberg.de/b/pob-gee-j6m-32y

Der Vortrag ist eine Kooperationsveranstaltung des StuRa HD und des Feministischen Bündnis.

Ankündigung

Seit 2002 ist die Prostitution in Deutschland formal als normales Arbeitsverhältnis organisiert. Mit der Legalisierung wurde damals intendiert, die immense Gewalt und Stigmatisierung abzubauen, von denen die Frauen in der Prostitution betroffen sind. Studien zufolge ist jedoch keines dieser Ziele erreicht worden. Hanna Vatter vom Feministischen Bündnis Heidelberg erläutert, warum mit der Prostitution nicht wie mit einer beliebigen andere Arbeit umgegangen werden kann. Denn bei dem Phänomen Prostitution spielen Fragen der männlichen, sexualisierten Macht und Dominanz eine große Rolle. Das wird bspw. in der immensen Gewalt sichtbar, der die Frauen dort ausgesetzt sind. Der größte Teil der Gewalt wird von den Freiern selber ausgeübt. In Befragungen von Freiern offenbaren diese ihre misogyne Einstellung Frauen gegenüber und ihre erhöhte Bereitschaft, Gewalt gegen sie zu legitimieren. Es geht in der Prostitutionsfrage also darum, aktuelle männliche Subjektivierung und Sexualität mit dem Kauf von Prostitution zusammen zu denken. Hanna Vatter erläutert im Vortrag den feministisch-theoretischen Hintergrund der Existenz der Prostitution. Es wird weiterhin um mögliche Strategien gehen, rechtlich mit ihr umzugehen. Hier stellt sie Möglichkeiten vor, die sich durch eine Einführung des „Nordischen Modells“ eröffnen können.

Frauenkampftag 2021

Die Krise steckt im System – Zusammen gegen Kapitalismus und Patriarchat!

Ein Jahr nach dem Beginn der Corona-Pandemie zeigt sich mit erschütternder Deutlichkeit: Frauen gehören zu den größten Leidtragenden der aktuellen Situation.
Die Pandemie macht soziale Missstände, die ansonsten kleingeredet werden, unleugbar. Die Doppelt- und Dreifach-Belastung der Frau tritt nun besonders klar zum Vorschein. Erwerbstätigkeit, Kinderbetreuung und Haushalt müssen jongliert werden, weil Care Arbeit im familiären Raum noch immer als Frauenarbeit gilt. Diese Beanspruchung trifft alleinerziehende Frauen mit doppelter Wucht.

Der massive Anstieg häuslicher Gewalt während der Pandemie zeigt auf erschreckende Weise, dass das Zuhause ein gefährlicher Ort für viele Frauen ist, die mit ihren Ehemännern und Lebenspartnern zusammenwohnen. Und die Einschränkungen des öffentlichen Lebens drängen zahlreiche Frauen in ebendiese private Sphäre zurück.

In den von Frauen dominierten Pflegeberufen haben diejenigen, die nicht ins Homeoffice können, mit einer nie da gewesenen Belastung zu kämpfen. Schlechte Bezahlung, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen wie Unter-/ Notbesetzungen, die mit einer hohen psychischen und physischen Belastung und Überstunden einhergehen, und die hohe Infektionsgefahr sind Bedingungen, denen Kranken- und Altenpflegerinnen dauerhaft ausgesetzt sind und die zu Zeiten von COVID-19 besonders zu Tage treten. Für Frauen in anderen weiblich dominierten Berufen (Einzelhandel, Reinigung etc.) sieht die Situation ähnlich prekär aus. In der aktuellen Krise wird die traditionelle Frauenarbeit besonders gebraucht, sowohl bezahlt in Betrieben und Einrichtungen als auch unbezahlt zu Hause. Anstatt die immense Mehrarbeit auf mehr Schultern zu verteilen, wird alles auf den vorher schon überlasteten Frauenschultern abgeladen. Gerade die erwähnten prekären Beschäftigungsverhältnisse werden überproportional oft durch von Rassismus betroffenen Frauen ausgeübt, die unter Mehrfachdiskriminierung leiden.

Der deutsche Staat sieht sich nicht in der Verantwortung für diese Problemlagen. Sowohl die staatliche Krisenpolitik als auch das Erstarken rechter Kräfte bedrohen die bereits erkämpften Frauenrechte. Der patriarchale Backlash trifft in ganz besonderer Weise Transfrauen und Menschen, die sich nicht in heteronormative Konzepte zwingen lassen wollen. Diese Verhältnisse dürfen wir weder jetzt noch in Zukunft hinnehmen. Wir fordern sofortige Maßnahmen, um diese katastrophale Situation zu verbessern: Höhere Löhne für Pflegeberufe; umfangreiche, staatlich finanzierte Kinderbetreuung nach der Pandemie; höhere Investitionen in Frauenhäuser und Nothilfen. Wir kämpfen aber auch für grundlegende Veränderungen: für einen gesellschaftlichen und kulturellen Wandel weg von Patriarchat und kapitalistischer Ausbeutung und hin zu einer befreiten Gesellschaft der Geschlechtergerechtigkeit.

Am 8. März 2021 demonstrieren wir gegen diese Verhältnisse und laden jede von euch ein, gemeinsam mit uns zu protestieren!

Podcast zum Sammelband: Was kostet eine Frau?

Akut+[C] HD hat uns als Feministisches Bündnis für seinen dritten Podcast angefragt. Im 50-minütigem Gespräch diskutieren die Mitherausgeberinnen und Autorinnen des Buches, Mara Moneyrain und Hanna Vatter, mit Akut+[C] zu Fragen zur aktuellen Situation von Frauen in der Prostitution in Deutschland, reden über verschiedene Gesetzgebungen, insbesondere über das Nordische Modell und rücken auch explizit den Freier ins Zentrum der Debatte.

Viel Spaß beim zuhören und stay tuned!

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